"Bretter, die die Welt bedeuten"

  • Burggarten, Burg Sonnenberg Talstraße 5 65191 Wiesbaden Germany

Clemens Mohr, Manuela Strack, Ulrike Cieslik, Aljoscha Lennert
Katharina Nieß, Timon Führ, Sophie Wenzel, Hanna Ramminger

Was erwartet uns an einem Abend in der Oper?

Womit genau beschäftigt sich eigentlich die Musik der großen Opernkomponisten? Und wie können wir die Bretter, die die Welt bedeuten, mehr in unserem Alltag finden und Zugang behalten zu den bewegenden Geschichten und Klängen eines Abends voller Musikdramatik?
Solisten der Jungen Oper Rhein-Main möchten Sie mitnehmen auf eine Reise durch verschiedene Epochen der Opernmusikgeschichte und präsentieren Ihnen mit Hingabe und Interpretationsfreude Höhepunkte aus Oper und Operette. Dazwischen führen Moderatorin, Konzertpianist und Darsteller mit kurzweiligen Dialogen und Anspielungen à la Loriot durchs Programm. Es erklingen Arien, Duette und Ensembles von Wolfgang Amadé Mozart, Johann Strauß, Jacques Offenbach, Richard Wagner u.v.a.

Das Publikum darf sich auf eine unterhaltsame Aufführung freuen.

Ein Kurzinterview

Der Dramaturg Julian Pontus Schirmer im Gespräch mit der Sängerin und Opernregisseurin Manuela Strack und dem musikalischen Leiter der Jungen Oper Rhein-Main, Clemens Mohr, über die inszenierte Operngala "Bretter, die die Welt bedeuten".

Wie kamt ihr denn auf diesen klangvollen Titel für die Operngala?

Manuela: "Bretter, die die Welt bedeuten" ist ein Zitat aus Schillers Gedicht "An die Freunde" und ist eine poetische Beschreibung des Begriffs "Bühne". Darin schwingt mit, welche Tragweite das darauf Dargebotene seit je her haben kann. In unserer inszenierten Gala mit Arien, Duetten und Ensembles aus verschiedenen Opern und Operetten geht es um die Bedeutung, die die Bühne für uns als Musiker und Kulturschaffende hat und darum, wie und was wir darauf eigentlich vorführen und inszenieren – und nicht zuletzt auch um die Frage, wie das Publikum damit umgeht.

Also quasi ein Selbst-Experiment?

Manuela: So könnte man es vielleicht auch nennen. Eher aber noch eine kleine Karikatur des Künstlerwesens. Wir nehmen uns selbst nicht so ernst.

Das klingt nach einer humorvollen Herangehensweise.

Manuela: Durchaus. Wir haben nicht zufällig einige Loriot-Zitate eingefügt. Loriot war ja ein Meister der Beobachtung von Alltagssituationen. Die Komik, beispielsweise seiner Filme, liegt darin, daß dort das Alltägliche überspitzt und ironisiert wird. Auch wir geben uns selbstironisch und spielen uns dabei auch ein bißchen selbst.

Clemens, zum ersten Mal stehst Du nicht im Orchestergraben am Dirigentenpult, sondern auf der Bühne. Was ist dabei anders für Dich?

Clemens: Ja, mein Schauspiel-Debüt... Das ist wirklich eine Art Selbst-Experiment (lacht). Ich habe große Freude daran, mit den singenden Kollegen mal die Bühne zu teilen und (in meiner Rolle) auch hin und wieder nach Herzenslust mit ihnen zu streiten. So anders sind die Tätigkeiten im Grunde gar nicht: Dirigieren bedeutet ja auch, etwas darzustellen. Aber im Ernst: Was Opernsänger in komplizierten Inszenierungen manchmal leisten müssen, ist dagegen Hochleistungssport für Stimme, Körper und Gehirn! Auf der Bühne zu agieren und dabei möglichst immer in perfektem Timing mit Dirigent und Orchester zusammen zu singen, das kann man sich so vorstellen, als müsse man auf dem Einrad im Dunkeln Serpentinen fahren und dabei Geige spielen - oder zu Marschmusik Walzer tanzen und dabei den Erlkönig aufsagen! Manchmal vergessen wir Dirigenten das und sind ein bißchen zu ungeduldig...  Das wird bei mir jetzt nicht mehr vorkommen!

Wie erlebst Du die musikalische Arbeit mit den Sängern?

Clemens: Das sind alles so wundervolle Kollegen! Ganz oft haben wir uns musikalisch von vornherein so gut verstanden, daß wir gar nicht viel proben mussten. Wir kennen uns ja auch alle sehr gut. Alle haben in den vergangenen Jahren in einer unserer großen Produktionen eine Partie (oder mehrere) gesungen. Die Probenarbeit fühlte sich ein bißchen wie Klassentreffen an - im besten Sinne. Wir sind alle sehr vertraut miteinander und ich denke, daß man das auch auf der Bühne merken wird. 

Einlaß 19:00 Uhr, freie Platzwahl

Essen und Trinken
Wir bieten bei unseren Veranstaltungen neben Wasser, Softdrinks und Sekt stets eine Auswahl beliebter Winzerweine an.
Für den kleinen Hunger gibt es frische Brezeln der Bäckerei Abt in Sonnenberg und diverse Snacks.
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Eine Veranstaltung im Rahmen der Kulturtage Wiesbaden-Sonnenberg 2017
in Kooperation mit der Jungen Oper Rhein-Main